Mag. Balazs Esztegar LL.M.
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Computerstrafrecht

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Computerstrafrecht und Cyber-Crime umschreiben jenen Teilbereich des Strafrechts, bei dem die mit Strafe bedrohte Handlung unter Einsatz eines Computers bewirkt wird. Entweder die Tathandlung selbst erfolgt über einen Computer, oder das Tatobjekt sind auf einem Computer gespeicherte Daten.

Internetkriminalität in Österreich

Das Strafgesetzbuch (StGB) kennt eine ganze Reihe einschlägiger Computerdelikte, wie etwa den widerrechtlichen Zugriff auf ein Computersystem (§ 118a StGB), das missbräuchliche Abfangen von Daten (§ 119a StGB), die Datenbeschädigung (§ 126a StGB), die Störung der Funktionsfähigkeit eines Computersystems (§ 126b StGB) oder den Missbrauch von Computerprogrammen oder Zugangsdaten (§ 126c StGB). Die letzteren beiden Delikte spielen gerade bei Hackerangriffen mittels Denial of Service Attacken oder durch Einsatz von Trojanern oder anderem Maleware eine zentrale Rolle.

Betrug und Erpressungen im Internet

Neben diesen typischen Delikten des Computerstrafrechts können zahlreiche strafbaren Handlungen unter Einsatz eines Computers oder "online" begangen werden. Diese "Internetkriminalität" kann vielfältige Formen annehmen. Häufig als Online-Straftat verübt werden etwa Betrug oder Erpressung. Eine für das Opfer in der Regel besonders unangenehme Form der Internetkriminalität ist Cyberstalking, also die beharrliche Verfolgung online und oftmals auch offline. Schließlich gehören einige Delikte gegen die Ehre, wie Beleidigung und Üble Nachrede zu den im Internet gehäuft anzutreffenden Straftaten, zumal Internetforen und Soziale Netzwerke derartiges, rechtlich verpöntes Verhalten deutlich erleichtern.